Erste Hilfe bei teuren Abo-Fallen.

Die meisten Mobilfunk-Zahlungsdienstleister in Deutschland haben einheitliche (eventuell kostenpflichtige) Befehle um Informationen zu einer Abo-Zahlung oder des Zahlungsdienstleisters abzufragen!

Sie werden per SMS an die Kurzwahl des Zahlungsdienstleisters geschickt und lauten wie folgt:

  • STATUS

Wird eine SMS mit dem Wort STATUS an die Nummer des Zahlungsdienstleister geschickt, erhält man in der Regel eine genaue Auskunft über aktive Abos (und den Namen der verschiedenen Abos), Abrechnungsintervall sowie die Gesamtpreise, die mit der Handynummer abgeschlossen wurden von der die SMS versandt wurde.

 

  • INFO

Wird eine SMS mit dem Wort INFO an die Nummer des Zahlungsdienstleisters geschickt, folgt eine SMS mit ausführlichen Informationen über den Zahlungsdienstleister.

So erhält man den genauen Namen des Zahlungsdienstleisters, die Anschrift sowie eine Kunden-Hotline an die man sich wenden kann.

  • STOP <KENNWORT>

Wichtig hierbei ist, das genaue Kennwort des Abos zu kennen (welches man sich mit STATUS abrufen kann).

Lautet euer Abo-Kennwort also zum Beispiel MUSIC1, so beendet ihr euer Abo mit einer SMS mit dem Inhalt STOP MUSIC1.

In der Regel solltet ihr schnellstmöglich eine SMS zurückbekommen in der euch die Kündigung des Abos bestätigt wird.

Sollte dies nicht der Fall sein oder sollte man sich unsicher sein ob das Abo gekündigt wurde, empfiehlt sich über INFO die Anschrift des jeweiligen Zahlungsdienstleisters zu ermitteln und sich per Post (am besten per Einschreiben mit Rückschein) an diesen zu wenden.

  • Alternative 

Sollte der oben beschrieben Weg nicht funktionieren, ist es ratsam den Mobilfunkprovider nach einem Einzelverbindungsnachweis zu Fragen.

In diesem findet man ausführliche Daten zum jeweilige Zahlungsdienstleister wie z.B. Adresse, E-Mail Adresse, Website und Kunden-Hotline.

  • Der Mobilfunkprovider // Rechtliches

Wer das Geld eintreibt, ist für Beschwerden zuständig

 

So ergeht es aus einem Urteil des Amtsgerichts Potsdam (Az. 2 O 340/14):

Immer öfter verweist der eigene Mobilfunkprovider darauf, er könne im Fall von Drittanbieterabbuchungen nicht helfen und der Kunde müsste die offene Mobilfunkrechnung trotzdem bezahlen sowie sich selbst mit dem Zahlungsdienstleister / Drittanbieter selbst auseinandersetzen um sein Geld zurück zu bekommen.

Für Beschwerden gegen solche Abrechnungen ist der Mobilfunkanbieter solange zuständig, wie er erwartet, das die Mobilfunkrechnung bezahlt wird.

Sobald gegen einen Drittanbieter vorgegangen wird (und der Mobilfunkprovider darüber in Kenntnis gesetzt wurde) sei es ebenfalls unzulässig die vertragszugehörige SIM-Karte / den Telefondienst zu sperren. (Sollte man sich weigern die Mobilfunkrechnung zu bezahlen)

  • Drittanbietersperre

In  jedem Fall kann man bei seinem Mobilfunk-Provider eine (kostenlose) Drittanbietersperre schalten lassen.

Weitere Informationen und Sofort-Hilfe gibt es auf der Internetseite des Verbraucherschutzes, dieser klärt auch u.A. die weitere Rechtliche Lage zu Abo-Fallen und welche Rechte man als Mobilfunk-Kunde eigentlich hat.